Vernünftig feiern
Ein Festival mit 80.000 Besuchern ist nicht sehr umweltfreundlich - es verursacht Müll, die Anreise von Lieferanten, Künstlern und Besuchern verursacht CO2-Emissionen, die Umwelt wird - ganz allgemein - belastet.
Das ist einfach eine Tatsache.
Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir die Umweltbelastung reduzieren können. Schließlich wollen wir noch lange mit Euch das U&D feiern. Wir haben einen Partner gefunden, der uns dabei unterstützt, die Umweltbelastung zu reduzieren und unter anderem einen gewaltigen Batzen der anfallenden CO2-Emissionen kompensiert: nämlich den Ökostromanbieter NaturWatt.
Hier ein paar Ideen und Maßnahmen, die wir uns überlegt haben. Uns ist völlig klar, dass es immer noch genügend Bereiche gibt, wo Verbesserungen möglich und nötig sind. Aber es ist allemal besser, wenigstens ein paar Dinge zu verbessern als garnix zu tun, oder ?
Wenn Ihr Ideen habt, was wir noch tun können: Schreibt uns.
CO2-Kompensation: klimafreundlicher (An)reisen
Hier ist der CO2-Rechner - tragt ein, mit welchem Verkehrsmittel Ihr welche Strecke zurücklegt sowie den Gutscheincode "sauberunddraussen - und fertig.
Hinweis: NaturWatt übernimmt die Kosten der Kompensation bis zu 30 kg pro Person. Die werden beispielsweise durch eine 150 km lange Autofahrt mit einem Benziner-Mittelklassewagen oder 300 km Zugfahrt freigesetzt. Wenn Ihr eine längere Anreise habt, könnt Ihr auch diese über den CO2-Rechner ausgleichen, nur dass die Differenz zu den 30kg dann kostenpflichtig ist. Aber es handelt sich um wenige Euro oder sogar nur Centbeträge und das der Umwelt zuliebe.
Rahmenbedingungen
Wir haben Glück. Die Mainwiesen bieten schon günstige Rahmenbedingungen:
Das Gelände liegt innenstadtnah und ist gut zu Fuß und Fahrrad zu erreichen. Es sind keine Generatoren nötig, es gibt eine Anbindung an das städtische Abwassersystem, die StraBa hält quasi vor der Tür und der Talavera Parkplatz liegt günstig.
Was wir tun und was wir lassen
- kostenlose, bewachte Fahrradparkplätze
- hoher Anteil an regionalen Produkten (Distelhäuser) und Lieferanten
- reduzierter Anteil an Chemietoiletten. Die Chemietoiletten werden mit biologisch abbaubaren Konzentraten befüllt.
- Bezug von Ökostrom
- Zeitschaltuhren an der Geländebeleuchtung
- im Backstagebereich verwenden wir Fleisch aus regionaler, artgerechter Haltung (Landmetzgerei Schmall, Uissighausen) und bieten zudem vegetarische und vegane Speisen an
- die Festival-Shirts sind Fair-Trade Produkte
- wir haben schon vor Jahren freiwillig eine Lärmbegrenzung an den Bühnen eingeführt
- wir achten beim Geländeaufbau auf ruhigere Bereiche
- Gehörschutz geben wir zum Selbstkostenpreis ab.
- Vermeidung von Papier/Postversand: iPhone App, online Bewerbung, reduzierter Umfang des Programmheftes
Problem: Müll
Natürlich hinterlassen wir das Gelände gereinigt, das ist selbstverständlich.
Trotzdem ein schwieriges Thema:
Einerseits sind die Müllmengen, die beim U&D entstehen verhältnismäßig überschaubar. Dazu tragen Mehrwegbecher und Mehrweggeschirr ihren Teil bei. Trotzdem entsteht absolut gesehen immer noch ne beträchtliche Menge Müll.
Mülltrennung während des Festivals funktioniert leider (noch) nicht. Wir haben es vor Jahren versucht, aber es landet zu viel in den falschen Tonnen.
Bleibt derzeit nur der Appell, Müll wo es geht zu vermeiden und die Mülltonnen wenigstens konsequent zu benutzen.
Problem: CO2
Seien wir ehrlich: Bei der Durchführung eines Open-Air Festivals sind erhebliche Mengen an CO2 kaum zu vermeiden:
Einige Lieferanten haben eine längere Anreise, die Standbetreiber und Musiker kommen teilweise von weit her und ab und zu geht's ohne Flüge nicht.
Und auch nicht jeder Besucher kann auf das Auto verzichten (und nicht nur Autos verursachen CO2).
Klar ist: Je weniger CO2 entsteht, desto besser. Das sehen wir so und das sieht auch unser Partner NaturWatt so (übrigens einer der wenigen Ökostromanbieter mit dem Unternehmenszweck "Ausbau und Förderung erneuerbarer Energien").
Klar ist auch: Wenn man das (unvermeidlich entstandene) CO2 kompensieren kann, ist das immer noch besser als nix zu tun. NaturWatt initiiert seit 2006 (neben dem Vertrieb von Ökostrom) die Aufforstung von Waldfläche. Unter fachmännischer Betreuung entsteht so ein Waldgebiet, das Jahrzehnte lang CO2 bindet. Die Bäume entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas durch Photosynthese.
Nur ist - wie gesagt - das Vermeiden von CO2 nicht immer möglich. Gerade durch die An- und Abfahrten mit dem Auto, selbst mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln (die wir Euch für die Anreise zum Festival sehr an Herz legen!) wird viel CO2 freigesetzt.
Nutzt den CO2-Rechner, um Euch ein Bild zu machen, die umweltverträglichste Fahrt zu wählen, bildet Fahrgemeinschaften - und nutzt das Angebot von NaturWatt um eure An- Und Abreise kostenlos zu kompensieren. Ihr unterstützt damit unser Anliegen, ein klimafreundlicheres Festival zu gestalten. Das gilt ebenso für die Betreiber der Basar- und Essensstände: Auch Ihr könnt eure Anreise so CO2-neutral gestalten, ebenfalls kostenlos.
Und wer jetzt denkt, das sei nur eine Alibifunktion: Der Wald ist real. Und die CO2-Menge, die er bindet, ist es ebenso.
Damit möglichst viele Besucher die CO2-Emission Ihrer Anreise kompensieren können, haben wir die CO2-Menge pro Person begrenzt. Jeder der von weiter her kommt, wird gebeten die Differenz selbst zu bezahlen. Der Umwelt zuliebe.
(Und wer sich jenseits vom U&D für den Bezug von Ökostrom interessiert, dem empfehlen wir aus Überzeugung unseren Partner NaturWatt)

















