SPIELMAN IN BAD COMPANY

DRAUSSEN-Bühne | Sonntag 19:15

Ron Spielmans neues Projekt

Seit Jahrzehnten schätzen echte Kenner Ron Spielman für sein virtuoses Gitarrenspiel und sein exzellentes Songwriting. Mit seinen Handlangern Uwe Breunig, Joh Weisgerber (beide "The Ruffcats") und Werner Goldbach hat er sich nun in schlechte Gesellschaft begeben - „Spielman in bad Company“.

In den düstersten Gassen der morbiden Musikindustrie kochen die vier Landeier ein würziges Süppchen Musik: Die Seele des Blues hat die Apokalypse offensichtlich überlebt und erstrahlt in voller Reife, gespickt mit krachigen Versatzstücken aus der Welt der Elektronik, des Hiphop und allem, was auf dem Weg dorthin so alles aufgesammelt wurde.
Skurril und voller Respekt vor den alten Meistern des Genres hat das Quartett eine Neudefinition dieser traditionsreichen Musik geschaffen. Denn mit ihrer ganzen, ledrig gegerbten Lebenserfahrung greifen sie sich den Blues und hämmern ihm einen völlig neuen, so noch nicht gehörten urbanen Pulsschlag ein. Unverstellt, zupackend – vielleicht trifft Neo-Blues es.

»Sweet Songs for the Dying« - so der Titel der kürzlich erschienenen CD, entstand als Arbeit im Kollektiv im kreativen Prozess bei unzähligen Jam-Sessions. "Es ging uns darum, diese Stimmungen gemeinsam zu Stücken auszubauen", sagt Spielman. Das Material wurde gesammelt, angereichert, verworfen oder weiter ausgebaut. Zum Schluss wurde »Sweet Songs for the Dying« dann live im Studio eingespielt. "Uns wurde erst mit der Zeit klar, dass dabei eine neue Interpretation eines alten Stils entsteht“.