LOUKA

DRAUSSEN-Bühne | Samstag 19:45

NDW in der Version 2.0 ?

Louka, gebürtige St. Ingberterin, verschlug es vor zwei Jahren nach Berlin. Sie hat eine dieser Stimmen, die man nur einmal zu hören braucht — und danach immer wieder erkennt. Ein Geschenk in der „alles klingt gleich“-Welt deutscher Popmusik.

Auch wenn sie Stein und Bein schwört, dass die herausragenden Bands der NDW keinesfalls für ihre Musik Pate gestanden haben, so knüpft Louka doch an das Emotional-Spielerische, an das Prinzip des Authentischen im Künstlichen, überhaupt an eine ernsthafte Leichtigkeit an, für die NDW-Bands wie Ideal, Grauzone oder Spliff einst standen. Aber so richtig der Verweis auf die großen Bands der NDW-Zeit ist, so unvollständig ist er. Denn Loukas Songs klingen nicht rückwärtsgewandt, sondern heutig, sie haben Singer/Songwriterwurzeln und funktionieren auch alleine mit Gitarre.

„Für mich ist das Album „Lametta“ eine Aufzeichnung der letzen 3 Jahre. Jemand nannte das mal „rotzige Zerbrechlichkeit“ und ich mochte das. „Lametta“ beschreibt für mich treffend die Phasen, die ich in dieser Zeit durchlaufen habe. Es gaukelt dir Glanz und etwas Schillerndes vor, aber im Grunde genommen sind es nur billige Plastikstreifen aus Polyesther. Dann hab ich versucht, das Ganze für mich in der Musik umzudrehen. Nimm dir das, was dich auf den zweiten Blick enttäuscht hat und wirf Lametta drüber. So sind für mich auch die Songs, es gibt immer einen Twist ins Positive oder Hoffnungsvolle. Irgendwann wenden sie sich der Sonne zu. Oder in dem Fall vielleicht der Diskokugel“