JANIN JOHANNSEN

DRINNEN-Bühne | Freitag 22:40

kleine ungezwungene Melodien

Bei Janin Johannsen schmeckt Vergebung nach Strawberry Cheesecake, Sehnsucht dampft aus dem Spaghettitopf und Hoffnung wird per Flaschenpost verschickt. Die Berliner Folkmusikerin erschafft mit ihren Songs verzauberte Gefühlslandschaften und vertont magische Momente. Die klingen mal flüsternd-zerbrechlich, mal kraftvoll-wütend, sie sind oft leise, selten laut, häufig traurig, gelegentlich tanzbar.

Nachdem Janin zehn Jahre solistisch unterwegs war, hat sie nun für ihr Album "Drift Bottle" (2016) eine vielseitige Band um sich versammelt. Dass sie mit Peter Wanitschek (Schlagzeug, Produktion) eine langjährige Freundschaft verbindet, erahnt man beim Hören. So bleibt Janin auf dem Album ihrem warmen, melancholischen Folk-Sound stets treu und profitiert doch hörbar davon, wie Multiinstrumentalist Botond Ikvai-Szabó (Gitarren, Gesang, Pedal Steel, Harmonium, Banjo) seine reizvollen Countryelemente in die Pop-Klänge mischt.

Es ist das raue, schwermütige Timbre von Janins Stimme, es sind die kleinen ungezwungenen Melodien und die klugen, immer wieder überraschenden Instrumentierungen, die Janin Johannsens Musik so besonders machen.
Wenn die Welt mal wieder keine Ruhe geben will, kann man in ihren Songs versinken und die Welt wird ein kleines bisschen besser.