JURI GAGARIN
DRINNEN-Bühne | Freitag 19:35
Russen Techno
Juri Gagarin entflohen dem stalinistischen Industrie-Moloch, um irgendwo im Westen Reichtum und Glück zu finden.
Sie kämpften sich durch allerlei Unheil, gruben sich in die Festung Europa und verirrten sich auf der Suche nach fester Nahrung in die Hansestadt Hamburg. Dort klopften sie durch Zufall an die Tür von Lars Lewerenz. Er hatte bereits von den beiden tanzenden Kasachen Sergej & Arnold gehört, die es im Sozialismus zum Held des Technos gebracht haben. So überredete er sie, ein Album für ihn zu produzieren - wenn sie ihm als Gegenleistung die Küche fliesten. Da er ein vorsichtiger und weiser Plattenmacher ist, sandte er Flicke dazu: Denn die konnte singen! Sie bekam ihre musikalische Früherziehung in den USA, wo sie mit ihrem Highschool-Chor durchs Land zog. Sie war bewandert in der westlichen Kultur und kannte viele gute Bars in New York. Da wollten Sergej und Arnold schließlich hin. Denn das musste das Paradies sein, dachten sie bei sich und produzierten eifrig im Kofferraum ihres Autos, wo sie auch wohnten.
Und dann war es so weit: die CD mit 12 Tracks, die schnell sind und in guter alter bratziger Technomanier kicken. Aber mit Flicke als Texterin und Sängerin auch zielsicher und schmezvoll treffen. POP. Plattmachen. Mit den billigsten Sonnenbrillen des Schwarzmarkts, treten sie nun an gegen alles und jeden.



